KITA A

StandortEuskirchen
Nutzflächeca. 490 m²
Umbauter Raumca. 1.150 m³
BaubeginnWettbewerbsentwurf
ArchitektBungarten Architekten
BauleitungJakob Bungarten, Minh Nguyen
NutzungKindertagesstätte

Ein Haus, das Orientierung und Begegnung schafft
 

Die Stadt Euskirchen plante den Neubau einer dreigruppigen Kindertagesstätte mit Außenanlagen an der Käthe-Kollwitz-Straße. Gefordert war ein kompakter und flächeneffizienter Entwurf mit klarer Erschließung, hoher Aufenthaltsqualität und großzügigen Freiflächen für unterschiedliche Altersgruppen. Das Raumprogramm umfasste drei Gruppen, einen Mehrzweckraum, Personal- und Leitungsräume sowie ergänzende Neben- und Funktionsbereiche. 





Sortierbox als Entwurfsidee 

Der Entwurf versteht die Kita als räumlichen Lernbegleiter, der Orientierung gibt und zugleich Freiraum für Entwicklung schafft. Ausgangspunkt ist die Idee einer Sortierbox, wie man sie aus motorischen Kinderspielen kennt: Unterschiedliche Baukörper, Farben und Fensterformate strukturieren das Haus und machen die verschiedenen Nutzungen nach außen sichtbar. Die unterschiedlich großen Fensteröffnungen leiten sich aus diesem Prinzip ab und geben den Räumen jeweils einen eigenen Ausdruck. 

Räume für Orientierung und Lernen 

Der Entwurf übersetzt kindliche Bedürfnisse in Raum: überschaubare Einheiten, farbige Orientierungspunkte, großzügige Spielflächen und große Fenster schaffen eine helle, anregende und sichere Umgebung. 

Der zweigeschossige Baukörper gliedert sich in klar ablesbare Bereiche und schafft einen geschützten Gartenraum auf der ruhigen Seite des Grundstücks. Im Erdgeschoss liegen der Eingangsbereich, das zentrale Foyer sowie zwei Gruppen mit ihren Neben-, Differenzierungs- und Sanitärbereichen. Im Obergeschoss befinden sich die dritte Gruppe, der Mehrzweckraum sowie Personal-, Leitungs- und Nebenräume. Die Gruppenräume orientieren sich zum Garten und öffnen sich mit bodentiefen Fenstern nach außen. 

Die Architektur unterstützt die pädagogische Nutzung: Flure werden nicht nur als Erschließungsflächen verstanden, sondern als Aufenthaltsbereiche mit Platz für Bewegung, Begegnung und informelles Lernen. Großzügige Verglasungen schaffen Transparenz und Blickbeziehungen innerhalb des Hauses. Rückzugsorte und flexibel nutzbare Bereiche ermöglichen gemeinschaftliches und individuelles Lernen gleichermaßen. 




Bewusst geplant 

Auch die Außenanlagen sind als pädagogischer Freiraum angelegt. Die Spielflächen sind direkt aus den Gruppenräumen erreichbar und erweitern das Raumangebot um Orte für Bewegung, Naturerfahrung und gemeinschaftliches Spiel. 

Die Planung setzt auf kompakte Baukörper, robuste Materialien und langlebige Lösungen. Ein begrüntes Dach verbessert das Mikroklima und unterstützt die Regenwasserrückhaltung. Ergänzend ist Photovoltaik vorgesehen, um einen Teil der Energieversorgung eigenständig abzudecken.