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Werksbesuch bei FSB

Wie entsteht ein Türgriff, der nicht nur zuverlässig funktioniert, sondern ein Gebäude auch gestalterisch prägt?
Dieser Frage sind einige Mitarbeitende aus unserem Team beim Werksbesuch bei FSB (Franz Schneider Brakel) nachgegangen.
Vom 14. bis 15. Januar 2026 waren wir eingeladen in die Klinkenhauptstadt Brakel – den Ort, an dem FSB seit über 140 Jahren die Kultur des Öffnens mitprägt und hochwertige Tür- und Fensterbeschläge fertigt.Ankommen, austauschen, eintauchen
Nach der Anreise und dem Check-in in Höxter sowie einem gemeinsamen Abendessen startete der zweite Tag mit einem intensiven Programm direkt bei FSB in Brakel.
Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur Produktion und Materialität, sondern auch die Frage, was moderne Beschläge heute leisten müssen – technisch, gestalterisch und im täglichen Gebrauch.Einblicke in die Fertigung: Präzision bis ins Detail
Bei der Werksbesichtigung in den Werken 2–5 konnten wir nachvollziehen, wie viel Know-how, Prozessqualität und Materialverständnis in Bauteilen steckt, die im Alltag oft als selbstverständlich erscheinen.
Gerade Türgriffe sind mehr als reine Funktionselemente: Sie sind ein Kontaktpunkt zwischen Mensch und Architektur, werden täglich unzählige Male benutzt und müssen dauerhaft zuverlässig bleiben – im privaten Wohnbau genauso wie in stark frequentierten öffentlichen Gebäuden.Design & Funktion – stehen Ästhetik und DIN im Widerspruch?
Ein besonderes Highlight war der Vortrag „Design & Funktion – stehen Ästhetik und DIN im Widerspruch?“.
Dabei wurde deutlich: Gestalterische Qualität und Normen schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Normen wie die DIN EN 1906 für Türdrücker helfen dabei, Anforderungen an Dauerhaftigkeit, Belastbarkeit und Sicherheit objektiv einzuordnen und vergleichbar zu machen.
Auch Themen wie Feuerschutz, Einbruchschutz, Notausgänge/Fluchtwege und Barrierefreiheit zeigen, wie entscheidend Beschläge für die Funktion eines Gebäudes sind und wie wichtig es ist, technische Vorgaben frühzeitig in die Planung zu integrieren.Als Bungarten Architekten begleiten wir Projekte häufig bis ins Detail – und gerade bei historischen Gebäuden zeigt sich, wie entscheidend Beschläge für die Wirkung und Funktion eines Hauses sein können. Im Kurhaus wurden die Beschläge dabei bewusst ausgewählt: An den Türen kamen unter anderem die Türdrücker FSB 1106/0510 sowie FSB 1043 mit Langschild zum Einsatz – jeweils in Aluminium gestrahlt und mittelbronzefarbig eloxiert. Ergänzend dazu wurden an den Fenstern die Fensteroliven FSB 1292, ebenfalls mittelbronzefarbig eloxiert, verbaut.
Die Auswahl erfolgte nicht nur aus gestalterischen Gründen: Die Beschläge kommen den originalen Ausführungen sehr nahe und führen damit den architektonischen Charakter des Hauses stimmig weiter. Gleichzeitig erfüllen sie auch technisch die passenden Anforderungen – insbesondere bei schweren Türen, bei denen Robustheit, Ergonomie und eine dauerhaft zuverlässige Funktion entscheidend sind.
Gerade im Kurhaus zeigt sich damit, welchen Beitrag hochwertige Beschläge leisten können: Sie verbinden Gestaltung und Alltagstauglichkeit – und sind ein Detail, das man nicht nur sieht, sondern täglich spürt.Ein Ort mit Geschichte
Dass die FSB-Beschläge heute im Kurhaus eingesetzt werden, passt auch zur besonderen Geschichte des Hauses: Das unmittelbar an der Ahr gelegene Kurhaus wurde nach Plänen des Kölner Architekten Oscar Schütz errichtet und 1905 fertiggestellt. Für die damalige Zeit war es ein außergewöhnlich ambitioniertes Bauvorhaben. Der große Festsaal mit 700 Parkett- und 300 Balkonplätzen machte das Kurhaus früh zu einem kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt der Region. Neben Veranstaltungen und Kongressen war hier auch über viele Jahre die Spielbank Bad Neuenahr untergebracht.
Ein besonderes Kapitel schrieb das Haus in der Nachkriegszeit: Von 1951 bis 1958 fanden die Bundespressebälle im Bad Neuenahrer Kurhaus statt – ein Zeichen dafür, welche Bedeutung der Ort weit über Bad Neuenahr hinaus hatte. Erst mit der Fertigstellung der Beethovenhalle in Bonn wechselte der Bundespresseball an den damaligen Regierungssitz.
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Frohes neues Jahr 2026!

RECAP 2025
Wir wünschen ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr! Danke für gemeinsame Projekte und Vertrauen in unsere Arbeit.
Auf ein Jahr voller neuer Perspektiven. -
EFH S

Leben am Hang – ein sensibles Grundstück
Am Rossberg in Altenahr, wo die Topografie steil abfällt und die Nachbarschaft durch traufständige Wohnhäuser geprägt ist, galt es, ein vom Hochwasser geschädigtes Zweifamilienhaus in ein modernes, offenes Wohnhaus zu transformieren. Der Entwurf reagiert sensibel auf die besondere Lage und führt Alt und Neu in einer klaren architektonischen Sprache zusammen.
Wünsche nach Offenheit und Großzügigkeit
Die Bauherren wünschten sich einen großen, offenen Wohnbereich, ein zeitgemäßes Haus und eine großzügige, überdachte Terrasse als Erweiterung des Lebensraums nach außen. Diese Anforderungen bestimmten die räumliche Neuordnung ebenso wie die gestalterischen Entscheidungen.
Zwei Baukörper – ein fließendes Ganzes
Das Projekt lebt von der Verbindung von Bestand und Neubau. Zwei zusammenhängende Baukörper – Altbau und Erweiterung – verschmelzen zu einem Ensemble, das Eigenständigkeit und Zusammengehörigkeit zugleich ausstrahlt.
Unterschiedliche Materialien setzen subtile Akzente, während Fassaden und Fenster in nahezu identischen Tönen gehalten sind. Es entsteht ein fließender Übergang, der den Dialog von Tradition und Moderne sichtbar macht.Reduzierte Architektur, klare Materialität
Die äußere Gestalt wird durch Putzfassaden und ein Dach in Doppelstehfalz geprägt, ausgeführt in Natur- und Grautönen. Innen bestimmen Holz, Metall und charaktervolle Tapeten das Ambiente. Die Konstruktion des Anbaus erfolgte in Holzbauweise – eine direkte Reaktion auf die wenig tragfähige Bodenbeschaffenheit.
Wohnen mit innenräumlicher Qualität
Neben der baulichen Transformation wurden maßgeschneiderte Einbauten entwickelt – vom Wohnzimmerschrank über die Ankleide bis zur Beleuchtung. Eine flexible Lamellenüberdachung auf der Terrasse erlaubt es, den Außenraum je nach Wetterlage als Teil des Wohnbereichs zu nutzen.
Nachhaltigkeit als Selbstverständlichkeit
Technisch setzt das Haus auf eine Luft-Wärmepumpe und eine kontrollierte Belüftung, wodurch Komfort und Energieeffizienz gleichermaßen gewährleistet sind. Zusammen mit der kompakten Bauweise entsteht so ein zeitgemäßes, nachhaltiges Wohnhaus, das den Übergang vom beschädigten Bestand zur modernen Architektur beispielhaft vollzieht.
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BIM-Strategieworkshop

Am 15. Juli 2025 fand in unseren Büroräumen in Grafschaft ein ganztägiger BIM-Strategieworkshop mit der Mensch und Maschine Deutschland GmbH (MuM) statt. Moderiert von einem interdisziplinären Team aus BIM- und Strategieexpert:innen, diente der Tag der Standortbestimmung, Zieldefinition und strategischen Ausrichtung für die digitale Zukunft unseres Büros.
Im Mittelpunkt stand die Entwicklung einer maßgeschneiderten BIM-Strategie – ausgerichtet auf unsere Bürostruktur, unsere Projekte und unsere Vision.
Besonders im Fokus standen die Fragen:
Was hindert uns daran, besser zu sein?
Wie sähe unsere ideale Lösung aus, wenn alles möglich wäre?
Und welche Anwendungsfelder sind für uns am relevantesten?Im gemeinsamen Austausch wurde ein strukturierter Fahrplan für die Einführung bzw. Weiterentwicklung der BIM-Methodik bei Bungarten Architekten entwickelt. Erste Maßnahmen – darunter ein Pilotprojekt sowie konkrete Schulungsformate – sind bereits in Planung.
Mit einem engagierten Kernteam, klaren Zielen und praxisnahen Tools setzen wir die nächsten Schritte. Unsere digitale Reise hat begonnen – strukturiert, strategisch und mit viel Teamgeist.
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10 Jahre Jan Nowatzek

Am 1. August 2015 begann Jan seine Ausbildung zum Bauzeichner bei Bungarten Architekten – und ist uns bis heute treu geblieben. Zehn Jahre, in denen er nicht nur fachlich, sondern auch persönlich ein fester Bestandteil unseres Büros geworden ist.
Schon früh hat er gezeigt, dass er mehr kann, als nur Pläne zu zeichnen. Mit großem Einsatz, einem klaren Blick für Details und viel Teamgeist hat er Verantwortung übernommen und spannende Projekte geleitet. Dazu zählen unter anderem die denkmalgerechte Sanierung der Villa Sibilla, die Sanierung von Wohnhäusern nach der Flut an der Ahr sowie der Neubau einer Lagerhalle.Aktuell absolviert Jan die Weiterbildung zum staatlich geprüften Bautechniker – ein weiterer Schritt, der zeigt, wie sehr er seinen Beruf als Berufung versteht. Sein Motto „Arbeit ist Familie“ lebt er jeden Tag: für unsere Bauherrinnen und Bauherren, für die Projekte – und für uns als Team.
Sein 10-jähriges Jubiläum haben wir natürlich auch gebührend gefeiert: Mit dem ganzen Team ging es ins Brauhaus, wo wir bei leckerem Essen, kühlen Getränken und bester Stimmung auf die gemeinsame Zeit angestoßen haben.Lieber Jan, wir danken dir für deine Energie, deine Loyalität und deine Freude an der Architektur. Auf die nächsten Jahre voller Ideen, spannender Projekte und gemeinsamer Erfolge – wir sind froh, dich in unserem Team zu haben!































