Zweckarchitektur mit klarer Funktion
Im Bonner Stadtteil Friesdorf entstand für die Spedition Düren eine hochfunktionale Lagerhalle für die automatische Stapelung und Einlagerung von 20-Fuß-Containern. Die Anlage zählt zu den wenigen vollautomatischen Containerhallen in Deutschland außerhalb von Hafenstandorten. Entstanden ist ein Spezialbau, der konsequent auf Effizienz, Sicherheit und langfristige Nutzbarkeit ausgerichtet ist.
Robuste Konstruktion – reduziert auf das Wesentliche
Der Neubau basiert auf einer einfachen und wirtschaftlichen Konstruktion. Ein 2,50 m hoher Betonsockel aus Thermodur-Elementen schützt die Halle vor Einbruch und bildet die Basis für die gedämmte Alu-Sandwich-Fassade. Die Tragstruktur wurde in Stahlbauweise mit Trapezblechdach ausgeführt. Eine Photovoltaikanlage mit rund 70 kWp auf dem Dach ergänzt das Konzept um einen nachhaltigen Baustein.
Schienensystem als Herzstück der Anlage
Im Inneren der gedämmten, unbeheizten Halle organisiert ein vollautomatisiertes Lager- und Steuerungssystem die Containerbewegungen. Herzstück der Anlage ist ein auf Schienen basierendes Verschiebewagensystem. Die Container sind auf mehreren parallel angeordneten Schienenfeldern gelagert und werden automatisiert so verschoben, dass der jeweils angeforderte Container an die Entnahmeposition gelangt.
Dabei werden einzelne Container temporär umgelagert, bis der gewünschte Container vorne bereitsteht und in einen angrenzenden Arbeitsraum überführt werden kann. Dort kann der Kunde direkt in seinem Container arbeiten, ohne den laufenden Betrieb der Anlage zu beeinträchtigen. Das System ermöglicht einen effizienten Ablauf bei minimalem Personaleinsatz und bildet die Grundlage für den wirtschaftlichen Betrieb der Halle.
Anspruchsvolle Rahmenbedingungen
Das Grundstück liegt auf einem ehemaligen Deponiegelände mit inhomogenem Untergrund. Mittels Ramm-Schotter-Säulen konnte dennoch eine tragfähige Gründung hergestellt werden.
Auch die technische Infrastruktur stellte besondere Anforderungen: Aufgrund des hohen Energiebedarfs musste eine neue Stromleitung über rund 250 Meter bis zum nächsten Trafohaus geführt werden, teilweise über öffentlichen Grund. Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit den beteiligten Fachplanern und ausführenden Unternehmen.
Erweiterung mit System
Die Halle wurde von Beginn an so konzipiert, dass spätere Erweiterungen möglich bleiben. Grundstückszuschnitt, Tragwerk und innere Organisation erlauben eine modulare Fortführung der Anlage und schaffen die Voraussetzung für eine langfristig anpassbare Nutzung.













































