• MFH KUMME

    MFH KUMME

    MFH in der Kumme

    StandortBonn, Bad Godesberg
    Nutzfläche1.050m²
    Umbauter Raum3.150m³
    BaubeginnJanuar 2019
    FertigstellungAugust 2020
    Leistungsphase1-8
    ArchitektBungarten Architekten
    BauleitungStefano Brug
    NutzungMehrfamilienhaus

    Wohnen auf Maß – mitten in der Stadt 

    Im gewachsenen Wohnquartier von Bonn-Friesdorf besetzt das neue Mehrfamilienhaus „In der Kumme“ präzise eine städtische Baulücke. Vor dem Neubau wurde das bestehende Altgebäude vollständig abgebrochen, um Raum für ein zeitgemäßes Wohnhaus mit fünf Eigentumswohnungen zu schaffen. Entworfen wurde das Projekt gemeinsam mit der privaten Bauherrengemeinschaft, umgesetzt unter herausfordernden innerstädtischen Bedingungen. 

    Architektur für den Alltag – und fürs Alter 

    Jede Wohneinheit ist mit einem privaten Freibereich – Balkon, Terrasse oder Loggia – ausgestattet. Ein Aufzug erschließt alle Geschosse barrierefrei. Der Entwurf orientiert sich an den Anforderungen der künftigen Nutzer:innen und reagiert zugleich sensibel auf das bauliche Umfeld: Ein Satteldach, ruhige Proportionen und eine wertige Klinkerfassade definieren den Auftritt zur Straße. 




    Nachhaltig massiv 

    Gebaut wurde konventionell – aber bewusst. Massivwände aus Dämmziegeln ohne WDVS bilden die robuste, atmungsaktive Hülle. In Kombination mit Luft-Wärmepumpe und Photovoltaik erfüllt das Gebäude moderne energetische Standards, ohne gestalterische Kompromisse. 

    Baulücke mit Baukunst 

    Trotz des kleinen Maßstabs war die Realisierung eine technische Herausforderung: Nicht genehmigte Hofstellplätze führten zur Planung einer Tiefgarage, deren Bau komplexe Verbauarbeiten und eine aufwändige Kranlogistik erforderlich machte. Teilweise wurden Baumaterialien durch das fertige Erdgeschoss transportiert – Präzision und Improvisation gingen hier Hand in Hand. 

    Weniger Fläche – mehr Qualität

     

    Auf einem engen Grundstück von knapp 1.050 m² BGF entstand ein kleinteiliger, gut organisierter Stadtbaustein mit hoher Aufenthaltsqualität: Gemeinschaftsgarten im rückwärtigen Bereich, großzügige Fensteröffnungen, wertige Materialien und die konsequente Orientierung auf individuelle Bedürfnisse schaffen ein Wohnhaus mit hoher Identifikation. 




    Neues Wohnen, behutsam verankert 

    Mit dem MFH In der Kumme ersetzt ein präzise gesetzter Neubau ein veraltetes Gebäude und bietet dabei modernen Wohnraum in gefragter innerstädtischer Lage. Durch die Integration privater Stellplätze wird zudem der Bedarf an öffentlicher Infrastruktur entlastet. Das Projekt steht exemplarisch für zeitgemäßes, nutzerzentriertes Wohnen in sensiblen städtischen Kontexten. 

  • MFH B

    MFH B

    MFH B

    StandortRemagen
    Nutzfläche4 Baukörper, unterschiedlich, BGF Baukörper I: 1.700 m²
    Umbauter Raum4 Baukörper, unterschiedlich, BRI Baukörper I: 5.200 m³
    Leistungsphase1 – 2
    ArchitektBungarten Architekten
    BauleitungSibylle Thor, Jakob Bungarten
    NutzungWohnen

    Topografie als Entwurfsprinzip 

    Der Entwurf für das Mehrfamilienhaus entwickelt sich aus den Vorgaben des Bebauungsplans und der Hanglage des Grundstücks mit Straßenniveau auf der oberen Seite. Vier Baukörper gliedern das Gesamtvolumen und reagieren auf die topografische Situation. 

    Die Gebäude sind entlang des Geländes versetzt angeordnet und teilweise in das Terrain eingebunden. Sie entwickeln sich aus einem gemeinsamen Sockel, wodurch die Höhenentwicklung aufgenommen und die bauliche Dichte reduziert wird. 

    Versetzte Baukörper und klare Fassadenordnung 

    Die Bebauung besteht aus vier Gebäuden mit jeweils drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss. Unterschiedliche Gebäudetiefen und Grundrisse ermöglichen ein breites Angebot an Wohnungsgrößen. 

    Die Fassaden folgen einer klaren Ordnung aus regelmäßig gesetzten Öffnungen und eingeschnittenen Loggien. Horizontale Linien strukturieren die Gebäude und machen die Schichtung im Gelände ablesbar. 

     
    Reduktion auf wenige, dauerhafte Materialien 

    Die Gebäude sind in massiver Bauweise geplant. Putzfassaden mit einem zurückhaltenden, monochromen Farbkonzept prägen das Erscheinungsbild. 
    Die Materialwahl ist auf Dauerhaftigkeit und geringe Wartung ausgelegt und entspricht einer wirtschaftlichen Bauweise. 





     

    Privatheit und Gemeinschaft im Übergang 

    Die Außenanlagen sind in private und gemeinschaftliche Bereiche gegliedert. Den Erdgeschosswohnungen sind private Gartenflächen zugeordnet, die durch Hecken gefasst sind und eine klare Abgrenzung zum öffentlichen Raum bilden. 
    Zwischen den Baukörpern entstehen gemeinschaftlich nutzbare Freiräume. Die Stellplätze sind in ein Retentionskonzept integriert und übernehmen zusätzlich Funktionen im Regenwassermanagement. 

    Begrünte Dächer als fünfte Fassade 

    Die Dächer sind als zusammenhängende, begrünte Flächen mit integrierten Photovoltaikelementen ausgebildet. Sie tragen zur Regenwasserrückhaltung und Energiegewinnung bei und ergänzen das Gebäude als gestaltete fünfte Fassade. 


    Einfügung durch Maßstab und Sockelbildung 


    Die Anordnung der Baukörper berücksichtigt die bestehende Nachbarschaft sowie die örtliche Verkehrssituation. Durch ihre Versetzung und die Ausbildung eines durchgehenden Sockelgeschosses entsteht ein gegliedertes Straßenbild, das auf die Maßstäblichkeit der Umgebung reagiert. 
    Die Baukörper sind über eine gemeinsame Erschließung miteinander verbunden und als zusammenhängendes Ensemble ausgebildet. 
     
    Der Entwurf zeigt, wie sich wirtschaftlicher Wohnungsbau, klare städtebauliche Einbindung und differenzierte Freiräume in einem einfachen System verbinden lassen. 

  • MFH MÜHLENTEICH

    MFH MÜHLENTEICH

    MFH Mühlenteich

    StandortBad Neuenahr-Ahrweiler
    Nutzfläche1.115 m²; Wohnfläche: 680 m²
    Umbauter Raum4160 m³
    Leistungsphase1 – 4
    ArchitektBungarten Architekten
    BauleitungSibylle Thor, Minh Ngyuen
    NutzungWohnnutzung (6 WE)

    MFH am Mühlenteich 

    Verdichtetes Wohnen als präzise gesetzter Baukörper 


    Bauen im engen Rahmen 

    Das Gebäude entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Feuerwehrnutzung in einem heterogenen Umfeld mit großmaßstäblicher Nachbarbebauung. Das Grundstück ist geometrisch wie funktional anspruchsvoll und setzt dem Entwurf enge Grenzen. 
    Die Antwort darauf ist eine klare Setzung, die die vorhandenen Spielräume vollständig ausschöpft und zugleich eine eigenständige Ordnung im Stadtraum formuliert. Die erforderlichen Stellplätze werden in einer kompakten Tiefgarage organisiert, wodurch die Oberfläche weitgehend frei von Verkehr bleibt. 

    Ein kompakter Körper 

    Der Baukörper ist als kompaktes, viergeschossiges Volumen mit Walmdach ausgebildet. Die Dachform fasst die Kubatur und verleiht dem Gebäude einen präzisen Abschluss. 

    Seine Wirkung entsteht nicht aus Differenzierung, sondern aus Proportion, Kontur und Maßstäblichkeit. Die plastische Ausbildung der Dachzone mit stehenden Gauben prägt die Erscheinung und strukturiert die Fassade. Das Gebäude tritt als ruhiger, geschlossener Körper in Erscheinung. 



    Ordnung statt Addition 

    Die innere Organisation folgt einem klaren, wiederholbaren System. Pro Geschoss werden unterschiedlich große Wohnungen innerhalb derselben Struktur organisiert. 
    Großzügige Wohnbereiche bilden das Zentrum der Einheiten und werden durch kompakt gefasste Nebenräume ergänzt. Loggien und Dachterrassen erweitern die Wohnungen nach außen. 

    Variabilität entsteht aus der Struktur selbst und nicht aus individuellen Grundrisslösungen. 





    Reduktion der Mittel

    Das Gebäude wird in massiver Bauweise errichtet. Eine verputzte Außenhaut bündelt den Baukörper zu einer homogenen Erscheinung und unterstreicht seine ruhige Präsenz. Die klar gefassten Öffnungen und Loggien strukturieren die Fassade und bilden die innere Organisation nach außen ab. 

    Der hölzerne Dachstuhl bildet den konstruktiven Abschluss. Die Materialwahl ist bewusst reduziert und auf Dauerhaftigkeit ausgelegt. Ergänzt wird dies durch ein Energiekonzept auf Basis einer Wärmepumpe sowie eine konstruktive Ausführung, die eine spätere Trennung und Wiederverwertung der Baustoffe ermöglicht. 

    Präzision als Prinzip 

    Das Projekt entwickelt seine Qualität aus der Klarheit seiner Mittel. Setzung, Struktur und Material folgen einer durchgängigen Logik und verzichten auf formale Überhöhung. 

    Unter den Bedingungen eines fehlenden Bebauungsplans entsteht ein Gebäude, das sich nicht über Gesten definiert, sondern über Präzision, Maß und eine nachvollziehbare architektonische Ordnung. 

  • Racers Lodge

    Racers Lodge

    RACERS LODGE

    StandortBermel
    Nutzflächejeweils 180 m² + 20 m² Balkon
    Umbauter Raum1.885 m³
    Baubeginn2022
    Fertigstellung2024
    Leistungsphase1 – 8
    ArchitektBungarten Architekten
    BauleitungGerd Bungarten, Minh Nguyen
    NutzungFerienhaus

    Architektur für Dynamik und Ruhe

    Mit der Racers Lodge haben wir ein Architekturkonzept realisiert, das Dynamik und Entspannung in Einklang bringt. Auf einem Hanggrundstück in der Vordereifel entstanden zwei autarke Ferienhäuser, die Motorsportleidenschaft und Rückzugsorte für Erholung gleichermaßen vereinen. Die Architektur folgt dem Anspruch, moderne Ästhetik mit nachhaltigem Bauen zu verbinden und so ein außergewöhnliches Erlebnis für Gäste zu schaffen.

    Die beiden Doppelhaushälften wurden mit einem leichten Versatz zueinander angeordnet, wodurch die Topografie des Grundstücks optimal genutzt wird. Der umlaufende Balkon führt Besucher direkt in das offene Erdgeschoss – den zentralen Lebensraum der Häuser. Dieser Bereich vereint Wohnkomfort und Leidenschaft für Technik: Eine durch eine Glaswand abgetrennte Doppelgarage mit Hebebühne wird zum architektonischen Highlight.

    Große Panoramafenster schaffen eine Verbindung zwischen dem Innenraum und der Natur der Vordereifel und füllt das Gebäude mit natürlichem Licht. Die zum Dachstuhl geöffnete Konstruktion verstärkt das offene Raumgefühl und schafft eine Loft-Atmosphäre. Im Untergeschoss befinden sich die privaten Rückzugsräume mit direktem Zugang zu den Terrassen, die die Architektur sanft mit der Natur verweben.




    Unser Entwurf setzt auf eine klare, reduzierte Formensprache. Verputzte Dämmsteine, Stahlbeton mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) und Sichtbetonbalkone prägen die äußere Gestaltung. Im Inneren erzeugen Sichtbetonflächen in Kombination mit glatten Putzoberflächen eine moderne, aber dennoch warme Atmosphäre.

    Nachhaltigkeit war von Beginn an ein integraler Bestandteil des Projekts.  Die Gebäude sind energieeffizient konzipiert und werden mit einer Erdwärmepumpe ausgestattet. So reduzieren sie ihren ökologischen Fußabdruck und erfüllen höchste energetische Anforderungen.


    Die Entwicklung der Racers Lodge war ein dynamischer Prozess, der durch den engen Austausch mit den Bauherren geprägt wurde. Aus der ursprünglichen Idee eines Ferienhauses mit zwei Wohneinheiten entstanden durch gemeinsame Planung zwei autarke Häuser. Die individuellen Wünsche der Bauherren wurden konsequent in die Gestaltung integriert, sodass ein unverwechselbares Gesamtkonzept entstand.






    Ein Ort der Bewegt

    Die Racers Lodge ist mehr als ein Ferienhaus – sie ist ein Ort des Rückzugs und der Inspiration. Sie verbindet Funktion, Ästhetik und Technik zu einer architektonischen Erfahrung, die gleichermaßen Ruhe, Begeisterung und Gemeinschaft fördert.
     

  • Stadtquartier IV Remagen

    Stadtquartier IV Remagen

    STADTQUARTIER IV

    StandortRemagen
    Nutzfläche8.700 m²

    Umbauter Raum32.340 m³
    BaubeginnAugust 2017
    FertigstellungJuli 2019
    Leistungsphase1 – 8
    ArchitektBungarten Architekten
    BauleitungGerd Bungarten
    NutzungStadtquartier




    Ein Quartier mit urbaner Identität 
    Städtische Vielfalt in klarer Architektursprache


    Mit dem „Stadtquartier IV Remagen“ ist ein Ensemble entstanden, das Wohnen und Gastlichkeit zu einer funktionalen und ästhetischen Einheit verbindet. Drei Baukörper mit 41 Wohneinheiten sowie ein Hotel mit 26 Zimmern und drei Apartments bilden das Rückgrat des Quartiers. Eine Tiefgarage mit 83 Stellplätzen sichert die städtebauliche Effizienz.


    Durchgängigkeit als Leitidee

    Unser Entwurf zielt auf eine hohe Aufenthaltsqualität und urbane Durchlässigkeit. Eine Bäckerei mit großzügiger Terrasse schafft einen öffentlichen Raum, der das Viertel belebt. Zugänge von den Nebenstraßen stärken die Anbindung an das Stadtgefüge und fördern Begegnung und Bewegung. 

    Architektonische Klarheit und massive Bauweise


    Wir setzten auf eine reduzierte Formensprache mit präzise strukturierten Fassaden. Mit der monolithischen Bauweise verzichten wir bewusst auf Wärmedämmverbundsysteme und folgen dem Prinzip massiver Bauqualität. Die Materialität unterstreicht den nachhaltigen Ansatz und verleiht den Gebäuden eine robuste, zeitlose Präsenz. 


    Nachhaltige Bauweise als integraler Bestandteil

    Ein zukunftsfähiges Energiekonzept prägt das Quartier: Photovoltaikanlagen, extensive Dachbegrünung sowie ein Brennwertkessel mit Solarheizunterstützung reduzieren den Energiebedarf und steigern die ökologische Effizienz.




    Ein Beitrag zur Stadtentwicklung

    Das Quartier setzt einen architektonischen Akzent in Remagen – klar, funktional und nachhaltig. Ein zeitgemäßer Baustein urbaner Lebensqualität.