• EHEMALIGES WÄSCHEHAUS

    EHEMALIGES WÄSCHEHAUS

    Ehemaliges Wäschehaus

    StandortBad Neuenahr – Ahrweiler
    Nutzflächeca. 1.242 m²
    Umbauter Raumca. 4.978 m³
    Baubeginn2026
    FertigstellungApril 2027
    Leistungsphase1-5
    ArchitektBungarten Architekten
    BauleitungSibylle Thor, Minh Nguyen
    NutzungGesundheitswesen: Büro-, Praxis-, Schulungsräume

    Technische Infrastruktur eines historischen Kurortes 

    Die Alte Wäscherei, das Technikgebäude und der Wasserturm gehören zu den ältesten Versorgungsbauten des Thermalbadehauses Bad Neuenahr. Vermutlich zeitgleich mit dem historischen Badehaus errichtet, bildeten sie über Jahrzehnte die technische Grundlage des Kurbetriebs. Hier waren die technischen Einrichtungen des Thermalbadehauses untergebracht und die Versorgung der zahlreichen Bade- und Behandlungsräume wurde sichergestellt. Historische Hinweise deuten darauf hin, dass dabei auch das Wasser des Mühlenteichkanals genutzt wurde – unter anderem für die Wäscherei sowie zur Energie- und Druckerzeugung für den Kurbetrieb. 

    Neue Perspektiven für einen historischen Gebäudebestand 

    Die Flutkatastrophe im Jahr 2021 zerstörte die technische Infrastruktur des Thermalbadehauses grundlegend. Im Zuge des Wiederaufbaus wurden die Versorgungsanlagen neu organisiert, wodurch die ehemaligen Technikräume ihre ursprüngliche Funktion verloren. Die Planung nutzt diese Chance, um den historischen Gebäuden eine neue, langfristige Nutzung zu geben und ihren Bestand dauerhaft zu sichern. 





    Denkmalschutz als Entwurfsprinzip 

    Ein zentrales Ziel der Planung ist es, den ursprünglichen Charakter der ehemaligen Versorgungsgebäude zu erhalten. Die Klinkerfassaden werden sorgfältig instandgesetzt, historische Stahlfenster möglichst aufgearbeitet und durch innenliegende Kastenfenster energetisch ergänzt. Spätere Veränderungen an den Fassaden werden zurückgenommen, sodass die ursprüngliche Gestaltung wieder stärker erlebbar wird. Auch im Inneren bleibt die Konstruktion an Stellen bewusst sichtbar und macht die Geschichte des Gebäudes weiterhin ablesbar. 

    Historischen Bestand für die Zukunft öffnen 

    Mit der Umnutzung der ehemaligen Versorgungsgebäude entstehen im Bereich des Gesundheitswesens moderne Büro-, Praxis- und Schulungsräume, die den historischen Gebäudebestand sinnvoll ergänzen und langfristig sichern. Die neue Nutzung verleiht der Alten Wäscherei, dem Technikgebäude und dem Wasserturm eine zukunftsfähige Perspektive, ohne ihre Geschichte und ihren Charakter zu verlieren. So wird aus einem ehemaligen technischen Funktionsgebäude ein lebendiger Ort für Arbeiten, Austausch und Weiterbildung. 

  • TdA RLP 2026

    TdA RLP 2026

    Rückblick

    Tag der Architektur 2026

    Über 274 Besucherinnen und Besucher nutzten am 27. und 28. Juni die Gelegenheit, im Rahmen des Tags der Architektur Rheinland-Pfalz einen Blick hinter die Kulissen der Wiederaufbauprojekte in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu werfen. 

    Gemeinsam mit dem Steigenberger Hotel Bad Neuenahr öffneten wir die Türen zu einem der bedeutendsten Wiederaufbauprojekte der Region. Im Mittelpunkt standen das denkmalgeschützte Steigenberger Hotel, das Kurhaus sowie das Thermalbadehaus – drei Gebäude, deren Sanierung und Weiterentwicklung die Stadt nachhaltig prägen werden. 

    Im Rahmen regelmäßig stattfindender Führungen gaben unsere Architektinnen und Architekten Einblicke in die Planung, die Herausforderungen des Wiederaufbaus nach der Flut 2021 sowie den Umgang mit historischer Bausubstanz. Themen wie Denkmalschutz, moderne Gebäudetechnik, nachhaltige Energiekonzepte und die enge Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten standen dabei im Fokus. 







    Besonders gefreut hat uns das große Interesse der Besucherinnen und Besucher. Die zahlreichen Fragen, Gespräche und der intensive Austausch haben gezeigt, wie groß das Interesse an Architektur und Stadtentwicklung ist. 


    Unser herzlicher Dank gilt dem Steigenberger Hotel Bad Neuenahr für die hervorragende Zusammenarbeit und Gastfreundschaft sowie der Kreissparkasse Ahrweiler und Polygon für ihre Unterstützung während der Veranstaltung. 

    Ein besonderer Dank gilt außerdem unserem gesamten Team. Mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und viel Begeisterung haben unsere Kolleginnen und Kollegen die Führungen durchgeführt und den Besucherinnen und Besuchern die Projekte nähergebracht. Sie haben den Tag der Architektur zu einer rundum gelungenen Veranstaltung gemacht. 
     
    Wir bedanken uns bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Interesse und die vielen bereichernden Gespräche und freuen uns darauf, auch künftig Architektur erlebbar zu machen. 

  • FILA 2026

    FILA 2026

    Architektur bewegt

    Gemeinsam beim Bonner Firmenlauf 2026

    Architektur entsteht im Team.

    Das gilt nicht nur im Büro oder auf der Baustelle, sondern auch abseits des Arbeitsalltags. Beim Bonner Firmenlauf 2026 gingen wir gemeinsam an den Start und legten die rund 5,7 Kilometer als Team zurück. 
     

    Der Lauf bot die Gelegenheit, den Büroalltag für einen Abend gegen Bewegung, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse einzutauschen. Zwischen mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Unternehmen der Region stand dabei nicht die Laufzeit im Mittelpunkt, sondern das Miteinander. 




    Unter unserem Teammotto „Architektur bewegt“ zeigte sich einmal mehr, was unsere Zusammenarbeit ausmacht: gegenseitige Unterstützung, Motivation und Freude daran, gemeinsame Ziele zu erreichen – Eigenschaften, die auch unsere tägliche Arbeit prägen. 

    Ein besonderer Dank gilt Druckhallen24, die unsere Team-Shirts umgesetzt und damit für einen einheitlichen Auftritt gesorgt haben. 

    Während ein Teil unseres Teams beim Firmenlauf unterwegs war, vertrat Gerd Bungarten unser Büro parallel auf einer Netzwerkveranstaltung am Nürburgring. Zwei unterschiedliche Veranstaltungen – ein gemeinsames Ziel: den Austausch pflegen, Kontakte stärken und Bungarten Architekten in der Region präsent vertreten. 




    Wir bedanken uns bei allen Kolleginnen und Kollegen, die dabei waren und den Abend zu einer gelungenen Teamaktion gemacht haben. Wir freuen uns schon auf den nächsten Firmenlauf. 


     


  • TdA RLP 2026

    TdA RLP 2026

    Tag der Architektur RLP 2026

    – wir sind dabei!

    Am 27. und 28. Juni 2026 öffnen wir im Rahmen des Tags der Architektur Rheinland-Pfalz 2026 die Türen des Steigenberger Hotel Bad Neuenahr und geben Einblicke in eines der bedeutendsten Wiederaufbauprojekte im Ahrtal. 

    Das historisch gewachsene Ensemble aus Hotel, Kurhaus und Thermalbadehaus wurde nach der Flutkatastrophe 2021 umfassend denkmalgerecht saniert und zugleich technisch sowie funktional neu organisiert. Ziel war es, die architektonische Identität des Ortes zu bewahren und gleichzeitig neue Qualitäten für einen langfristig nachhaltigen Betrieb zu schaffen. 

    Im Rahmen geführter Rundgänge erläutern wir die besonderen Anforderungen des Wiederaufbaus, den Umgang mit der historischen Bausubstanz sowie die Verbindung aus Denkmalschutz, moderner Gebäudetechnik und zeitgemäßer Architektur. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei Einblicke in Materialität, Planung, Bauablauf und Bereiche des Gebäudes, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind. 

    Vor Ort informieren zudem die Immobilienberater der Kreissparkasse Ahrweiler über die zukünftigen Mietmöglichkeiten im Thermalbadehaus. Interessierte erhalten dabei Einblicke in die verfügbaren Gewerbe- und Büroflächen sowie die weitere Entwicklung des Standorts.

    Führungen

    27. und 28. Juni 2026 
    jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr 

    Start zur vollen Stunde 
    Dauer ca. 30 Minuten 



    Anmeldung

    Die Teilnahme ist kostenfrei. 

    Die kostenfreie Ticketbuchung ist freiwillig, unterstützt uns jedoch bei der Planung 
    https://www.eventbrite.de/e/1987926049327?aff=oddtdtcreator

    Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier 

    Bei Fragen melden Sie sich gerne bei uns  

  • digitalBAU 2026

    digitalBAU 2026

    digitalBAU 2026

    Impulse für den Büroalltag 

    Zukunft des Planens im Blick 

    Die digitale Transformation verändert die Bauwirtschaft spürbar. Von der Bestandsaufnahme über die Planung bis zur Kostensteuerung werden Prozesse zunehmend digitaler. Deshalb waren wir in diesem Jahr auf der digitalBAU in Köln unterwegs, um uns über neue Entwicklungen, Werkzeuge und Trends für die tägliche Praxis zu informieren. 

    Die digitalBAU zählt zu den wichtigsten Fachmessen für digitale Lösungen in der Bauwirtschaft. Im Mittelpunkt standen vor allem Themen wie digitale Bauprozesse, künstliche Intelligenz, Kreislaufwirtschaft und der Umgang mit dem Bestand. Für Architektur und Planung ging es dabei vor allem um die Frage, wie Gebäude präziser erfasst, Planungen effizienter koordiniert und Kosten früher verlässlich eingeschätzt werden können. 

    Bestand präziser erfassen 

    Besonders relevant war für uns der Schwerpunkt Digitalisierung im Bestand. Viele Projekte beginnen nicht auf der grünen Wiese, sondern mit bestehenden Gebäuden, denkmalgeschützten Strukturen oder komplexen Umbauten. Genau dafür zeigte die Messe zahlreiche Lösungen, mit denen sich vorhandene Gebäude schneller erfassen und in digitale Planungsprozesse integrieren lassen. 

    Themen wie BIM im Bestand, digitale Zwillinge und die Weiterverwendung vorhandener Gebäudestrukturen machten deutlich, wie stark digitale Werkzeuge inzwischen die Qualität und Effizienz von Sanierungen und Umbauten verbessern können. 

    Neue Werkzeuge für den Büroalltag 

    Im Rahmen des Messebesuchs haben wir zwei neue Werkzeuge angeschafft, die künftig direkt in unsere tägliche Arbeit einfließen. 
    Mit dem Leica BLK360 G2 können wir Bestandsgebäude schnell und hochpräzise erfassen. Räume, Fassaden und komplexe Situationen lassen sich digital aufnehmen und als belastbare Grundlage für die weitere Planung nutzen. Gerade bei Sanierungen, Umbauten und denkmalgeschützten Gebäuden entsteht dadurch eine deutlich bessere Datenbasis. 

    Ergänzt wird dies durch den BKI Baukostenplaner. Die Software unterstützt uns dabei, Baukosten frühzeitig realistischer zu bewerten, Varianten zu vergleichen und wirtschaftliche Entscheidungen bereits in frühen Planungsphasen besser abzusichern. 

    Architektur, Technik und Wirtschaftlichkeit gemeinsam denken 

    Der Messebesuch hat erneut gezeigt, dass digitale Werkzeuge heute weit mehr sind als technische Ergänzungen. Sie helfen dabei, Projekte präziser zu planen, wirtschaftlicher zu steuern und nachhaltiger umzusetzen. 

    Für uns bedeutet Digitalisierung deshalb nicht, Architektur zu ersetzen, sondern sie besser zu machen. Von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Kostenplanung entstehen so Lösungen, die Gestaltung, Funktion und Wirtschaftlichkeit von Anfang an gemeinsam denken. 

  • MFH KUMME

    MFH KUMME

    MFH in der Kumme

    StandortBonn, Bad Godesberg
    Nutzfläche1.050m²
    Umbauter Raum3.150m³
    BaubeginnJanuar 2019
    FertigstellungAugust 2020
    Leistungsphase1-8
    ArchitektBungarten Architekten
    BauleitungStefano Brug
    NutzungMehrfamilienhaus

    Wohnen auf Maß – mitten in der Stadt 

    Im gewachsenen Wohnquartier von Bonn-Friesdorf besetzt das neue Mehrfamilienhaus „In der Kumme“ präzise eine städtische Baulücke. Vor dem Neubau wurde das bestehende Altgebäude vollständig abgebrochen, um Raum für ein zeitgemäßes Wohnhaus mit fünf Eigentumswohnungen zu schaffen. Entworfen wurde das Projekt gemeinsam mit der privaten Bauherrengemeinschaft, umgesetzt unter herausfordernden innerstädtischen Bedingungen. 

    Architektur für den Alltag – und fürs Alter 

    Jede Wohneinheit ist mit einem privaten Freibereich – Balkon, Terrasse oder Loggia – ausgestattet. Ein Aufzug erschließt alle Geschosse barrierefrei. Der Entwurf orientiert sich an den Anforderungen der künftigen Nutzer:innen und reagiert zugleich sensibel auf das bauliche Umfeld: Ein Satteldach, ruhige Proportionen und eine wertige Klinkerfassade definieren den Auftritt zur Straße. 




    Nachhaltig massiv 

    Gebaut wurde konventionell – aber bewusst. Massivwände aus Dämmziegeln ohne WDVS bilden die robuste, atmungsaktive Hülle. In Kombination mit Luft-Wärmepumpe und Photovoltaik erfüllt das Gebäude moderne energetische Standards, ohne gestalterische Kompromisse. 

    Baulücke mit Baukunst 

    Trotz des kleinen Maßstabs war die Realisierung eine technische Herausforderung: Nicht genehmigte Hofstellplätze führten zur Planung einer Tiefgarage, deren Bau komplexe Verbauarbeiten und eine aufwändige Kranlogistik erforderlich machte. Teilweise wurden Baumaterialien durch das fertige Erdgeschoss transportiert – Präzision und Improvisation gingen hier Hand in Hand. 

    Weniger Fläche – mehr Qualität

     

    Auf einem engen Grundstück von knapp 1.050 m² BGF entstand ein kleinteiliger, gut organisierter Stadtbaustein mit hoher Aufenthaltsqualität: Gemeinschaftsgarten im rückwärtigen Bereich, großzügige Fensteröffnungen, wertige Materialien und die konsequente Orientierung auf individuelle Bedürfnisse schaffen ein Wohnhaus mit hoher Identifikation. 




    Neues Wohnen, behutsam verankert 

    Mit dem MFH In der Kumme ersetzt ein präzise gesetzter Neubau ein veraltetes Gebäude und bietet dabei modernen Wohnraum in gefragter innerstädtischer Lage. Durch die Integration privater Stellplätze wird zudem der Bedarf an öffentlicher Infrastruktur entlastet. Das Projekt steht exemplarisch für zeitgemäßes, nutzerzentriertes Wohnen in sensiblen städtischen Kontexten. 

  • CONTAINERHALLE

    CONTAINERHALLE

    Containerhalle Düren

    StandortBonn- Bad Godesberg, Friesdorf
    Nutzfläche925m²
    Umbauter Raum16.000m³
    BaubeginnOktober 2018
    FertigstellungDezember 2019
    Leistungsphase1-9
    ArchitektBungarten Architekten
    BauleitungStefano Brug
    NutzungLagerhalle

    Zweckarchitektur mit klarer Funktion 

    Im Bonner Stadtteil Friesdorf entstand für die Spedition Düren eine hochfunktionale Lagerhalle für die automatische Stapelung und Einlagerung von 20-Fuß-Containern. Die Anlage zählt zu den wenigen vollautomatischen Containerhallen in Deutschland außerhalb von Hafenstandorten. Entstanden ist ein Spezialbau, der konsequent auf Effizienz, Sicherheit und langfristige Nutzbarkeit ausgerichtet ist. 

    Robuste Konstruktion – reduziert auf das Wesentliche 

    Der Neubau basiert auf einer einfachen und wirtschaftlichen Konstruktion. Ein 2,50 m hoher Betonsockel aus Thermodur-Elementen schützt die Halle vor Einbruch und bildet die Basis für die gedämmte Alu-Sandwich-Fassade. Die Tragstruktur wurde in Stahlbauweise mit Trapezblechdach ausgeführt. Eine Photovoltaikanlage mit rund 70 kWp auf dem Dach ergänzt das Konzept um einen nachhaltigen Baustein. 




    Schienensystem als Herzstück der Anlage

    Im Inneren der gedämmten, unbeheizten Halle organisiert ein vollautomatisiertes Lager- und Steuerungssystem die Containerbewegungen. Herzstück der Anlage ist ein auf Schienen basierendes Verschiebewagensystem. Die Container sind auf mehreren parallel angeordneten Schienenfeldern gelagert und werden automatisiert so verschoben, dass der jeweils angeforderte Container an die Entnahmeposition gelangt. 

    Dabei werden einzelne Container temporär umgelagert, bis der gewünschte Container vorne bereitsteht und in einen angrenzenden Arbeitsraum überführt werden kann. Dort kann der Kunde direkt in seinem Container arbeiten, ohne den laufenden Betrieb der Anlage zu beeinträchtigen. Das System ermöglicht einen effizienten Ablauf bei minimalem Personaleinsatz und bildet die Grundlage für den wirtschaftlichen Betrieb der Halle.




    Anspruchsvolle Rahmenbedingungen 

    Das Grundstück liegt auf einem ehemaligen Deponiegelände mit inhomogenem Untergrund. Mittels Ramm-Schotter-Säulen konnte dennoch eine tragfähige Gründung hergestellt werden.

    Auch die technische Infrastruktur stellte besondere Anforderungen: Aufgrund des hohen Energiebedarfs musste eine neue Stromleitung über rund 250 Meter bis zum nächsten Trafohaus geführt werden, teilweise über öffentlichen Grund. Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit den beteiligten Fachplanern und ausführenden Unternehmen. 

    Erweiterung mit System 

    Die Halle wurde von Beginn an so konzipiert, dass spätere Erweiterungen möglich bleiben. Grundstückszuschnitt, Tragwerk und innere Organisation erlauben eine modulare Fortführung der Anlage und schaffen die Voraussetzung für eine langfristig anpassbare Nutzung. 

  • KITA B

    KITA B

    KITA

    StandortEuskirchen
    BaubeginnWettbewerbsentwurf
    ArchitektBungarten Architekten
    BauleitungJakob Bungarten, Minh Nguyen
    NutzungKindertagesstätte

    Ein Haus, das Lernen räumlich macht 

    Die Stadt Euskirchen plante den Neubau einer 5-gruppigen Kindertagesstätte mit Außenanlagen am Standort Einsteinstraße. Gefordert war ein flächeneffizienter Entwurf mit klarer Erschließung, hoher Aufenthaltsqualität und nachhaltigen Lösungen für Gebäude und Freiraum. 

    Sortierbox als Entwurfsidee 

    Der Entwurf versteht die Kita als räumlichen Lernbegleiter, der Orientierung gibt und zugleich Freiraum für Entwicklung schafft. Ausgangspunkt ist die Idee einer Sortierbox, wie man sie aus motorischen Kinderspielen kennt: Unterschiedliche Baukörper, Farben und Fensterformate strukturieren das Haus und machen die verschiedenen Nutzungen nach außen sichtbar. Die unterschiedlich großen Fensteröffnungen leiten sich aus diesem Prinzip ab und geben den Räumen jeweils einen eigenen Ausdruck. 




    Räume für Orientierung und Lernen 

    Der Entwurf übersetzt kindliche Bedürfnisse in Raum: überschaubare Einheiten, farbige Orientierungspunkte, großzügige Spielflächen und große Fenster schaffen eine helle, anregende und sichere Umgebung. 

    Ein eingeschossiger Sockel wird von farbigen Volumen im Obergeschoss ergänzt. Die versetzten Baukörper schaffen geschützte Außenbereiche und gliedern die Kita in überschaubare Einheiten. Gruppenräume, Differenzierungsräume und Nebenräume sind klar organisiert und orientieren sich zum Garten. Direkte Zugänge verbinden Innen- und Außenraum. 

    Die Architektur unterstützt die pädagogische Nutzung: Spielflure werden als Aufenthaltsbereiche genutzt und bieten Platz für Bewegung, Begegnung und informelles Lernen. Großzügige Verglasungen schaffen Transparenz und Blickbeziehungen innerhalb des Hauses. Rückzugsorte und flexibel nutzbare Bereiche ermöglichen gemeinschaftliches und individuelles Lernen gleichermaßen. 




    Bewusst geplant 

    Auch die Außenanlagen sind als pädagogischer Freiraum angelegt. Geschwungene Wege verbinden Spielbereiche, Aufenthaltsorte und ruhigere Zonen. So entsteht ein zusammenhängender Lern- und Bewegungsraum über das Gebäude hinaus. 

    Die Planung setzt auf robuste Materialien, kompakte Baukörper und langlebige Lösungen. Ein begrüntes Dach verbessert das Mikroklima und unterstützt die Regenwasserrückhaltung. Ergänzend ist Photovoltaik vorgesehen, um einen Teil der Energieversorgung eigenständig abzudecken. 

  • KITA A

    KITA A

    KITA A

    StandortEuskirchen
    Nutzflächeca. 490 m²
    Umbauter Raumca. 1.150 m³
    BaubeginnWettbewerbsentwurf
    ArchitektBungarten Architekten
    BauleitungJakob Bungarten, Minh Nguyen
    NutzungKindertagesstätte

    Ein Haus, das Orientierung und Begegnung schafft
     

    Die Stadt Euskirchen plante den Neubau einer dreigruppigen Kindertagesstätte mit Außenanlagen an der Käthe-Kollwitz-Straße. Gefordert war ein kompakter und flächeneffizienter Entwurf mit klarer Erschließung, hoher Aufenthaltsqualität und großzügigen Freiflächen für unterschiedliche Altersgruppen. Das Raumprogramm umfasste drei Gruppen, einen Mehrzweckraum, Personal- und Leitungsräume sowie ergänzende Neben- und Funktionsbereiche. 





    Sortierbox als Entwurfsidee 

    Der Entwurf versteht die Kita als räumlichen Lernbegleiter, der Orientierung gibt und zugleich Freiraum für Entwicklung schafft. Ausgangspunkt ist die Idee einer Sortierbox, wie man sie aus motorischen Kinderspielen kennt: Unterschiedliche Baukörper, Farben und Fensterformate strukturieren das Haus und machen die verschiedenen Nutzungen nach außen sichtbar. Die unterschiedlich großen Fensteröffnungen leiten sich aus diesem Prinzip ab und geben den Räumen jeweils einen eigenen Ausdruck. 

    Räume für Orientierung und Lernen 

    Der Entwurf übersetzt kindliche Bedürfnisse in Raum: überschaubare Einheiten, farbige Orientierungspunkte, großzügige Spielflächen und große Fenster schaffen eine helle, anregende und sichere Umgebung. 

    Der zweigeschossige Baukörper gliedert sich in klar ablesbare Bereiche und schafft einen geschützten Gartenraum auf der ruhigen Seite des Grundstücks. Im Erdgeschoss liegen der Eingangsbereich, das zentrale Foyer sowie zwei Gruppen mit ihren Neben-, Differenzierungs- und Sanitärbereichen. Im Obergeschoss befinden sich die dritte Gruppe, der Mehrzweckraum sowie Personal-, Leitungs- und Nebenräume. Die Gruppenräume orientieren sich zum Garten und öffnen sich mit bodentiefen Fenstern nach außen. 

    Die Architektur unterstützt die pädagogische Nutzung: Flure werden nicht nur als Erschließungsflächen verstanden, sondern als Aufenthaltsbereiche mit Platz für Bewegung, Begegnung und informelles Lernen. Großzügige Verglasungen schaffen Transparenz und Blickbeziehungen innerhalb des Hauses. Rückzugsorte und flexibel nutzbare Bereiche ermöglichen gemeinschaftliches und individuelles Lernen gleichermaßen. 




    Bewusst geplant 

    Auch die Außenanlagen sind als pädagogischer Freiraum angelegt. Die Spielflächen sind direkt aus den Gruppenräumen erreichbar und erweitern das Raumangebot um Orte für Bewegung, Naturerfahrung und gemeinschaftliches Spiel. 

    Die Planung setzt auf kompakte Baukörper, robuste Materialien und langlebige Lösungen. Ein begrüntes Dach verbessert das Mikroklima und unterstützt die Regenwasserrückhaltung. Ergänzend ist Photovoltaik vorgesehen, um einen Teil der Energieversorgung eigenständig abzudecken. 

  • MFH B

    MFH B

    MFH B

    StandortRemagen
    Nutzfläche4 Baukörper, unterschiedlich, BGF Baukörper I: 1.700 m²
    Umbauter Raum4 Baukörper, unterschiedlich, BRI Baukörper I: 5.200 m³
    Leistungsphase1 – 2
    ArchitektBungarten Architekten
    BauleitungSibylle Thor, Jakob Bungarten
    NutzungWohnen

    Topografie als Entwurfsprinzip 

    Der Entwurf für das Mehrfamilienhaus entwickelt sich aus den Vorgaben des Bebauungsplans und der Hanglage des Grundstücks mit Straßenniveau auf der oberen Seite. Vier Baukörper gliedern das Gesamtvolumen und reagieren auf die topografische Situation. 

    Die Gebäude sind entlang des Geländes versetzt angeordnet und teilweise in das Terrain eingebunden. Sie entwickeln sich aus einem gemeinsamen Sockel, wodurch die Höhenentwicklung aufgenommen und die bauliche Dichte reduziert wird. 

    Versetzte Baukörper und klare Fassadenordnung 

    Die Bebauung besteht aus vier Gebäuden mit jeweils drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss. Unterschiedliche Gebäudetiefen und Grundrisse ermöglichen ein breites Angebot an Wohnungsgrößen. 

    Die Fassaden folgen einer klaren Ordnung aus regelmäßig gesetzten Öffnungen und eingeschnittenen Loggien. Horizontale Linien strukturieren die Gebäude und machen die Schichtung im Gelände ablesbar. 

     
    Reduktion auf wenige, dauerhafte Materialien 

    Die Gebäude sind in massiver Bauweise geplant. Putzfassaden mit einem zurückhaltenden, monochromen Farbkonzept prägen das Erscheinungsbild. 
    Die Materialwahl ist auf Dauerhaftigkeit und geringe Wartung ausgelegt und entspricht einer wirtschaftlichen Bauweise. 





     

    Privatheit und Gemeinschaft im Übergang 

    Die Außenanlagen sind in private und gemeinschaftliche Bereiche gegliedert. Den Erdgeschosswohnungen sind private Gartenflächen zugeordnet, die durch Hecken gefasst sind und eine klare Abgrenzung zum öffentlichen Raum bilden. 
    Zwischen den Baukörpern entstehen gemeinschaftlich nutzbare Freiräume. Die Stellplätze sind in ein Retentionskonzept integriert und übernehmen zusätzlich Funktionen im Regenwassermanagement. 

    Begrünte Dächer als fünfte Fassade 

    Die Dächer sind als zusammenhängende, begrünte Flächen mit integrierten Photovoltaikelementen ausgebildet. Sie tragen zur Regenwasserrückhaltung und Energiegewinnung bei und ergänzen das Gebäude als gestaltete fünfte Fassade. 


    Einfügung durch Maßstab und Sockelbildung 


    Die Anordnung der Baukörper berücksichtigt die bestehende Nachbarschaft sowie die örtliche Verkehrssituation. Durch ihre Versetzung und die Ausbildung eines durchgehenden Sockelgeschosses entsteht ein gegliedertes Straßenbild, das auf die Maßstäblichkeit der Umgebung reagiert. 
    Die Baukörper sind über eine gemeinsame Erschließung miteinander verbunden und als zusammenhängendes Ensemble ausgebildet. 
     
    Der Entwurf zeigt, wie sich wirtschaftlicher Wohnungsbau, klare städtebauliche Einbindung und differenzierte Freiräume in einem einfachen System verbinden lassen.